Geschichte

Meine Gartenleidenschaft entwickelte ich schon von Kindesbeinen an.

Meine Mutter war leidenschaftliche Gärtnerin und so waren die „Gartengene“ schon in die Wiege gelegt worden. Zusätzlich zu einem Gemüsegarten entstand dazu ein herrlicher Blumengarten. Rosen umragten unser kleines Haus.

1965 begann meine Mutter, zusammen mit mir, auf unserem Acker einen kleinen Blumengarten anzupflanzen. Durch das Pflanzen von Blumen, Sträuchern und Bäumen war meine Gartenleidenschaft unaufhaltsam entfacht.

1975 wollte ich mein Gartenwissen erweitern und ausprobieren ob Pflanzen, die ein milderes Klima gewöhnt waren als hier, bei uns gesund und gut wachsen. So bestellte ich seltene Sträucher und Bäume aus dem Ausland, welche größtenteils auch heute noch vorhanden sind. Doch diese Pflanzen wuchsen so gut, dass der Obstgarten weichen musste. Um das Grundstück wurde ein dichter Schutz aus heimischen Bäumen gegen den kalten Ostwind errichtet, so entstand ein besonderes Kleinklima.

Unser Garten nahm Form an, das Gerüst des Gartens waren meine besonderen Bäume und Sträucher. Die Wiese wurde immer kleiner. Es entstanden verschlungene Wege, Gartenräume mit lauschigen Ruheplätzen und Blumeninseln. Als Einfassung der Beete wurde viel Buchs gepflanzt. Teiche entstanden, Wege wurden teils gepflastert.

Vorrangiges Ziel des Gartens: Farben- und Pflanzenvielfalt in einem naturnah angelegten Garten. Es sollten Durchblicke und Perspektiven geschaffen, werden, sodass der Garten nicht überschaubar ist, damit beim Betrachten die Spannung bleibt.

Der Gartenvirus nahm seinen Lauf. Alles was ich entdeckte, wurde gepflanzt. Im Laufe der Jahre entstand ein botanischer Garten auf einer Fläche von 6000m². Meine Freunde und Bekannten konnten die Begeisterung für die Gärtnerei nicht mit mir teilen. Sie verstanden es nicht, warum ich den Garten immer wieder umgestalte. Aber meine Devise ist: Ein Garten ist nie etwas Fertiges, sondern ein Vorgang für immer etwas Neues.

So ist der Garten gewachsen und ich bin stolz, einen solchen Garten in der heutigen hektischen Zeit zu besitzen und selbst pflegen. Der Garten ist jedoch nicht nur ein Ort des Rückzugs, für mich ist er auch ein Platz, an dem ich Probleme verarbeite und bewältige. Kurz gesagt:
Eben mein ganz persönliches Paradies

Gerne können Sie mein Gartenparadies ansehen und die Kraft der Natur spüren.

Ihre Brigitte Kreutzer

 Eindruck von einem Gartenbesucher
Ob der Herrgott das Paradies geschaffen hat?
Laut Bibel steht das außer jeder Frage.
Ich glaube dagegen, dass eine Frau das tat
mit Begeisterung und ohne jede Klage.
Sie legte den Garten ganz kreativ an,
schuf Beete, Wege und Ruheräume,
so dass man verschlungen hindurchgehen kann
und ab und zu auch einmal säume.
Natürlich vergaß sie die Blumen nicht,
die Büsche und Bäume und Blüten.
Dabei beachtete sie immer das Licht,
um Fehlpflanzungen zu verhüten.
Die hohen Gewächse begrenzen den Blick,
die Kleinräume intensiv zu betrachten.
Dort verschmelzen viele Sorten ineinander wie Flick,
nur mit Mühe kann man alle beachten.
Die Wege laufen geschwungen oder im Bogen
und führen zu neuen Überraschungen hin.
Wenn wir um eine Ecke herumgezogen,
wird neu belebt des Besuchers Sinn.
Sie nimmt die Pflanzen aus aller Welt,
um die Vielfalt der Arten zu zeigen.
Sie werden an den passenden Platz gestellt,
so ergibt sich ein farbiger Reigen.
Die Höhepunkte stellen die Blüten dar,
die Augen und Nase erfreuen.
So wird die Schönheit der Schöpfung klar,
schlechte Gedanken rasch sich zerstreuen.
Der Garten wirkt wie ein Zauberort,
er nimmt unsere Seelen gefangen,
am liebsten möchte man nicht mehr fort,
auch Adam und Eva sind zwangsweise gegangen.
Ob man solch eine Oase auf Erden erleben kann?
Da braucht man nicht lange zu suchen!
Schaut euch den Blütenzauber in Störnstein an
und verpasst nicht die leckeren Kuchen!
Hier bezaubern die lieblichen Blüten,
gestaltet im üppigen Reichtum.
Man kann eigentlich nicht ermüden,
wenn man schlendert genussvoll herum.
Frau Kreutzer hat ein Paradies geschafft,
zu Recht es „Blütenzauber“ heißt.
Es spendet den Besuchern neue Kraft,
was auf einen magischen Ort hinweist.
J. Kraus 2012